Good bye Mississippi
Wasser überall...

Straßenzug in Princton, Illinoise

Leider hatten wir 2 Tage richtig schlechtes Wetter, es war kalt -nur noch 6° und es schüttete. Die ersten 5 km dachte ich noch , eigentlich ist es richtig gemütlich in der Regenkleidung, doch als dann allmählich der rechte Fuß naß wurde und dann das Wasser durch die Ärmel kam, die Finger immer klammer wurden, das war dann nicht mehr gemütlich. Wir sind dann nach nur 55 km in ein Hotel und haben Fußball in Muscatine geschaut. Wir sind weiter Mississippi aufwärts geradelt und hatten nochmals ein richtig schöne Strecke, die uns ganz nah am Mississippi entlang führte, durch den vielen Regen standen auch einige Straße unter Wasser, die wir aber diesmal passieren konnten, so waren wir auch noch im Mississippi!
Unterwegs kamen wir am Friedhof des ersten, weißen Siedlers vorbei. Benjamin Nyre starb nach einer Schießerei mit seinem Schwiegersohn 1852!
Er errichtete 1832 eine Mühle an einem Fluß und die steht noch immer da, ein Steingebäude. Ein bißchen wilder Westen in der Mitte der USA, aber bis 1804 war St.Louis der westlichste Punkt, von dort aus starteten die ersten Expeditionen, um den Westen zu erkunden, das sind gerade mal 200 Jahre!
Wir überquerten den Mississippi bei Davenport / Iowa nach Moline / Illinoise ein letztes Mal und waren fast ein wenig wehmütig.... So große Flüsse sind wirklich Lebensadern (wir sahen einen Otter und Pelikane), sie haben etwas ganz Besonderes , nehmen die Gedanken mit, ich kann es nicht besser ausdrücken..
In Moline war es erst ca 16 Uhr und wir überlegten , ob wir noch weiter fahren, in dem Moment zogen so dunkle Wolken auf, daß wir ganz spontan ins nächste Hotel sind. Das Stoney Creek Inn , ein richtiges Luxushotel für die Geschäftskunden und Schulungateilnahmer von John Deere, Landmaschinenfabrik, die hier ihren Firmensitz hat, am WE kostet es aber nur 89$ statt der 210$. Kaum waren wir im Zimmer brach das Unwetter los!
Die Leute hier klagen auch über das nasse und kalte Frühjahr, ganz viele Felder, Wege , Straßen ect stehen im Wasser.
Heute morgen dann haben wir vorsichtig den Vorhang aufgemacht und... der Regen hatte aufgehört, aber ich hätte nicht gewettet , daß wir trocken bleiben. Wir sind über einen Kanal-Trail, den Hennepin canal Trail, weiter gefahren. Dieser Kanal sollte Chicago und den Illinois-River mit dem Mississppi verbinden, doch als er 1907 fertig war, hatte die Eisenbahn die Schiffahrt schon überholt. Es ist trotzdem ein Meisterwerk, Schleusen, Wehre und sogar Aquädukte , ein teils geteerter, teils in Auflösung befindlicher Weg geht daran entlang, außer uns waren nur Fischotter, Schildkröten, Squirrel , Reiher und ein paar Angler am Kanal. Manchmal war es uns schon fast unheimlich, so weit weg von Städtchen, Straßen ect. Die Region hier heißt "Great Prarie" und das ist sie auch. So wie man sich Amerika vorstellt , riesige Felder, weitverstreute Farmen mit den roten Scheunen , Straßen die schnurgeradeaus gehen. Es wurde auch immer wärmer und nur ein ganz kurzer Regenschauer ging über uns herunter. So nach 60 km verliessen wir den Hennepinkanal , um in Annawan , 250 Einwohner und ein Versorgungsort für die Farmer, ein gutes Subway-Weckle zu vespern, ein Blick in die Karte und zum Himmel - ja wir konnten weiter radeln. So sind wir über eine kleine Landstraße nach Princton , gegründet 1852 , mit diesem typischen Straßenzug (s.Photo) und nun in einem Motel, daß seine Existenz der nahen Interstate verdankt! Der Ort macht einen belebten Eindruck und nicht alle Läden stehen leer.
Was uns wirklich beeindruckt sind die Wassermassen, seit Miami fahren wir an Sümpfen vorbei, durch sie durch und alles ist so flach, wir sind gute 1500 km von New Orleans und der Golfküste entfernt und Princton liegt gerade mal 180 m hoch. Wir haben den Tennessee -, den Ohio-, den Missouri- und den Illinoise River überquert, sind über hunderte andere Green River, Sugar river und wie sie alle heißen, ich kann gar nicht aufzählen über wieviele Brücken wir gefahren sind.
Die Landschaft ist durchaus wellig bis hügelig, aber richtige Berge hatten wir keine bislang.
Morgen haben wir einen neuen Trail gefunden, der uns am Illinoise River entlang führt, dann sind wir südlich von Chicago. Nun hoffen wir noch , daß die 30 % Regenrisiko nicht gerade über unseren Köpfen sind!
Have a great day!

Straßenzug in Princton, Illinoise

Leider hatten wir 2 Tage richtig schlechtes Wetter, es war kalt -nur noch 6° und es schüttete. Die ersten 5 km dachte ich noch , eigentlich ist es richtig gemütlich in der Regenkleidung, doch als dann allmählich der rechte Fuß naß wurde und dann das Wasser durch die Ärmel kam, die Finger immer klammer wurden, das war dann nicht mehr gemütlich. Wir sind dann nach nur 55 km in ein Hotel und haben Fußball in Muscatine geschaut. Wir sind weiter Mississippi aufwärts geradelt und hatten nochmals ein richtig schöne Strecke, die uns ganz nah am Mississippi entlang führte, durch den vielen Regen standen auch einige Straße unter Wasser, die wir aber diesmal passieren konnten, so waren wir auch noch im Mississippi!
Unterwegs kamen wir am Friedhof des ersten, weißen Siedlers vorbei. Benjamin Nyre starb nach einer Schießerei mit seinem Schwiegersohn 1852!
Er errichtete 1832 eine Mühle an einem Fluß und die steht noch immer da, ein Steingebäude. Ein bißchen wilder Westen in der Mitte der USA, aber bis 1804 war St.Louis der westlichste Punkt, von dort aus starteten die ersten Expeditionen, um den Westen zu erkunden, das sind gerade mal 200 Jahre!
Wir überquerten den Mississippi bei Davenport / Iowa nach Moline / Illinoise ein letztes Mal und waren fast ein wenig wehmütig.... So große Flüsse sind wirklich Lebensadern (wir sahen einen Otter und Pelikane), sie haben etwas ganz Besonderes , nehmen die Gedanken mit, ich kann es nicht besser ausdrücken..
In Moline war es erst ca 16 Uhr und wir überlegten , ob wir noch weiter fahren, in dem Moment zogen so dunkle Wolken auf, daß wir ganz spontan ins nächste Hotel sind. Das Stoney Creek Inn , ein richtiges Luxushotel für die Geschäftskunden und Schulungateilnahmer von John Deere, Landmaschinenfabrik, die hier ihren Firmensitz hat, am WE kostet es aber nur 89$ statt der 210$. Kaum waren wir im Zimmer brach das Unwetter los!
Die Leute hier klagen auch über das nasse und kalte Frühjahr, ganz viele Felder, Wege , Straßen ect stehen im Wasser.
Heute morgen dann haben wir vorsichtig den Vorhang aufgemacht und... der Regen hatte aufgehört, aber ich hätte nicht gewettet , daß wir trocken bleiben. Wir sind über einen Kanal-Trail, den Hennepin canal Trail, weiter gefahren. Dieser Kanal sollte Chicago und den Illinois-River mit dem Mississppi verbinden, doch als er 1907 fertig war, hatte die Eisenbahn die Schiffahrt schon überholt. Es ist trotzdem ein Meisterwerk, Schleusen, Wehre und sogar Aquädukte , ein teils geteerter, teils in Auflösung befindlicher Weg geht daran entlang, außer uns waren nur Fischotter, Schildkröten, Squirrel , Reiher und ein paar Angler am Kanal. Manchmal war es uns schon fast unheimlich, so weit weg von Städtchen, Straßen ect. Die Region hier heißt "Great Prarie" und das ist sie auch. So wie man sich Amerika vorstellt , riesige Felder, weitverstreute Farmen mit den roten Scheunen , Straßen die schnurgeradeaus gehen. Es wurde auch immer wärmer und nur ein ganz kurzer Regenschauer ging über uns herunter. So nach 60 km verliessen wir den Hennepinkanal , um in Annawan , 250 Einwohner und ein Versorgungsort für die Farmer, ein gutes Subway-Weckle zu vespern, ein Blick in die Karte und zum Himmel - ja wir konnten weiter radeln. So sind wir über eine kleine Landstraße nach Princton , gegründet 1852 , mit diesem typischen Straßenzug (s.Photo) und nun in einem Motel, daß seine Existenz der nahen Interstate verdankt! Der Ort macht einen belebten Eindruck und nicht alle Läden stehen leer.
Was uns wirklich beeindruckt sind die Wassermassen, seit Miami fahren wir an Sümpfen vorbei, durch sie durch und alles ist so flach, wir sind gute 1500 km von New Orleans und der Golfküste entfernt und Princton liegt gerade mal 180 m hoch. Wir haben den Tennessee -, den Ohio-, den Missouri- und den Illinoise River überquert, sind über hunderte andere Green River, Sugar river und wie sie alle heißen, ich kann gar nicht aufzählen über wieviele Brücken wir gefahren sind.
Die Landschaft ist durchaus wellig bis hügelig, aber richtige Berge hatten wir keine bislang.
Morgen haben wir einen neuen Trail gefunden, der uns am Illinoise River entlang führt, dann sind wir südlich von Chicago. Nun hoffen wir noch , daß die 30 % Regenrisiko nicht gerade über unseren Köpfen sind!
Have a great day!
Sigrid_Karl - 27. Mai, 19:47

Waser, Wasser, Wasser...