Soeben kommen wir vom Feuerwerk zum 4. Juli (Unabhängigkeitstag) zurück, ein absolut geniales Feuerspektakel gespendet von Macys, dem Nobelkaufhaus! Es war heute ein sonniger und heißer Tag, an dem viel New Yorker frei hatten und so fuhren wir mit den Rädern, wie jeder sportliche New Yorker in den Central Park und drehten dort auf abgesperrten Wegen eine Runde! Hier geht es immer sehr gesittet zu und reglementiert, anderst kann man in so einer Stadt wohl nicht leben. In San Francisco war sonntags mehr los im Park, auch ausgefallenere Typen waren da untwerwegs. Da wirklich wenig Verkehr war , haben wir uns zu einer Sightseesing Tour mit dem Rad entschlossen und sind am Chryslergebäude, Empire State Buildung, Bahnhof vorbei. In Soho haben wir die Szene gecheckt und im Chinaviertel gegessen- Dumpling, das sind Maultaschen auf chinesisch.
Auch waren wir im französischen Café am Bryant-Park (Danke für deinen Tipp, Friederike). Auch dieser Park ist sehr New York, da es ja kaum eigene Gärten oder Balkone gibt, ist man auf diese Grünflächen zwischen den Häusereschluchten angewiesen. Dort stehen Tische und Bänke, stehen Bücherregale und Zeitschriften, Spieltische und Spiele zum Benutzen. Tischtennisplatten, ein Mann spielte Klavier, Brunnen , schattige Bäume- ich frage mich dann schon, wie würden Zeitungsregale im Park bei uns aussehen?
Ja, und heute Abend dann das Feuerwerk auf dem Hudsonriver von 3 Booten aus. Wir kamen nicht ganz nach vorne durch, hatten aber trotzdem eine gute Sicht, neben uns ein deutsches Paar, das sich über den unpünktlichen Beginn beschwerte und daß es nur 30 Minuten, statt der im Hotel mitgeteilten 60 Minuten....Sind wir Deutschen wirklich so?!
Der Nachtportier wollte uns auch nicht mehr hereinlassen -er konnte nicht glauben, daß wir mit Rädern im Hotel sind, erst als wir die Karte zeigten, durften wir herein-sehen wir nach drei Monaten Radfahren so gefährlich/verwahrlost aus?! Am Montag werdet ihr es sehen, dann sind wir wieder in Stuttgart.
Gestern haben wir einen Ausflug nach Coney Island, dem Manhatten Strand, gemacht . Durch Brooklyn, ein wirklicher Multi-Kulti-Stadtteil mit orthodoxen Juden (mit beiden Armen, Johannes) und den Frauen in schwarz und grau gekleidet und den Kindern mit Kippa und Schläfenlocken, dann Muslime mit Kaftans und verschleiererten Frauen, Schwarzen, Weißen und kurioserweise scheint es dort keine Probleme zu geben. Der Strand war seltsamerweise ganz in russischer Hand, die Restaurants dort kredenzten Bortsch und die Kellnerin sprach nur wenig englisch! Abends überquerten wir die Brooklyn-Bridge und suchten in Manhatten etwas zu essen. Da sahen wir "Heidi" ein Schweizer-Restaurant, geführt von einem Tibeter, der in der Schweiz aufgewachsen ist und in schönstem Schwytzerdütsch mit uns redete. Das Rösti zubereitet hat dann sein chinesischer Koch!! Das ist Multi-Kulti!
Morgen haben wir noch einen Tag in New York City , am Samstag radlen wir langsam Richtung Newark und am Sonntagabend fliegen wir zurück, vielleicht...

Sigrid_Karl - 4. Jul, 23:20