Dienstag, 25. Juni 2013

...wieder am Meer!

Nach 53 Tagen sind wir nun wieder am Meer (Branford in Conneticut) angelangt. Gestern und heute hatten wir es bis zu 35 Grad heiß und sind jetzt totmüde!
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Irgendwo an einer Hauswand "...alte Zeiten mit Popschrift"
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Sonntag, 23. Juni 2013

Ein Klavier

..ein Klavier von meiner Mutter aus Ma....wer errät wo wir sind und aus welchem Munde das Zitat ist?
Wir haben wieder aus Amsterdam herausgefunden und am Mohawkriver entlang erreichten wir Albany, die Hauptstadt des Bundesstaates New York. Sehr ungünstig zum Radfahren, viel Verkehr , keine Radspur, so haben wir nur einen kurzen Blick auf die Skyline geworfen und weiter gings! Nun über "richtige" Berge weiter in Richtung Osten nach Pittsfield (MA), zusammen mit dem Sommerwetter kamen wir etwas ermattet dort an!
Am Abend beratschlagten wir, wohin wir denn noch fahren könnten und wie wir die 10 Tage bis New York noch ausfüllen können. Dabei fanden wir Hartford, die Hauptstadt Conneticuts. Dort lebte Mark Twain auch längere Zeit und schrieb die meisten seiner Bücher während dieser Zeit. Nachdem wir uns in Hannibal schon auf seinen Spuren befanden, planten wir einen Besuch in seinem Haus. Dort trafen wir heute bei strahlendem Sommerwetter (30°) an. Was für ein Haus!
Die Bibliothek wird mir immer im Gedächtnis bleiben! Ein großer Raum , an einem Ende ein Wintergarten mit Springbrunnen, an der Längsseite ein verglaster Erker mit bequemen Sesseln und damals Blick auf einen kleinen Fluß- heute leider Parkplatz!! Unzählige Bücherregale, weitere Sessel, ein Diwan - ein Platz der einem das Herz aufgehen läßt! Leider nahm sein Zeit dort ein tragisches Ende, er verspekulierte sich und war pleite ,das Geld kam sowieso von seiner Frau. Diese meinte dann, du hast es verloren, jetzt sieh zu, daß du es wieder verdienst. Da er ein charmanter Mann und guter Erzähler war, verdiente er mit seinen Lesungen mehr als mit seinen Büchern und so gingen sie auf Lesereisen. Während sie in Europa waren, verstarb die älteste Tochter und sie wollten nicht mehr an den Ort zurück, wo sie alle so glücklich waren! Da habe ich bei der Führung doch gut aufgepasst!!?
Bei unserer Recherche zu Hartford, stellten wir fest , daß auch Katherine Hepburn hier geboren und beerdigt ist. So besuchten wir den Cedar Hill Cemetary, auf welchem schon seit 1840 beerdigt wird. Ein sehr grüner , riesiger Friedhof, mit vielen schönen Grabmalen, einem Teich mit Enten, großen alten Bäumen und man fährt mit Auto oder Rad einfach bis ans Grab! So erwiesen wir dieser großartigen Schauspielerin und Frau unsere Ehre. Beeindruckender Tag!

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Das ist des Amerikaners liebste Freizeitbeschäftigung, mit einem möglichst lauten Aufsitzrasenmäher über das Grundstück brettern, auch gerne mal Sonntagmorgens!
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Wer fährt hier??
Bevor jetzt alle schreiben, ja es heißt unübersichtliche Ausfahrt!

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Hier lebte Mark Twain mit seiner Familie von 1874 bis 1891

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Hier ist Katherine Hepburn begraben.

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Nach seinem überwältigten Erfolg mit Schnappschildkröten, dressiert Karl nun Gänse

Unserer beliebten Rubrik,"Seltenes Tier - leider überfahren" können wir noch ein Opposum , ein Skunk und ein Stacheltier hinzufügen!

Kilometerstand heute Abend 6708 km seit Miami....

Donnerstag, 20. Juni 2013

Erie-Canal Trailway

Immer noch am Erie-Kanal!
Da wir noch Zeit haben , trödeln wir (bei strahlendem Sonnenschein) ein bißchen und besichtigen den Kanal und die ganzen Museen ausgiebig. Alles ist aber auch wirklich interessant und wir ziehen unsern Radhelm vor dieser Leistung! In Syracus ist in einer ehemaligen Waage - oder Wiegestation ein - wie immer- fantastisches Mussem . Durch Schiffsnachbauten klettern und sich vorstellen, wie eng es dort zuging und auch welches Düftchen dort herrschte, Küche, Stall, Ladung und Menschen - der Restroom war nur durch einen Vorhang abgeteilt abgeteilt und unter dir der Kanal! Einige alte Briefe berichten von den hauptsächlich deutschen und irischen Einwanderern und ihren Mühsalen,( der Mann auf der Überfahrt verstorben, die drei jüngsten Kinder erkrankt) aber auch von ihren Erfolgen, in dem ein Erlanger seinen Bruder bittet, doch zu auch auszuwandern, da es auf der Farm so viel zu tun gibt und dir Ernten so gut sind! Auch für Kinder sind die Museen toll gemacht, sie können sich verkleiden , Spielzeug von damals ausprobieren...Unterwegs kam in einem kleinen Ort ein Freilichtmuseum mit Häusern, Schmiede, einer Käsefabrik, Eishaus , Schule und Bahnhof, alles so von 1850 ca. Betrieben von Volunteers (ohne die hier wenig geht) in historischen Kostümen. Alles ist so liebevoll aufgebaut und ausgestattet, ich war total begeistert.
Heute sind wir in Amsterdam gelandet, es sieht wieder mal ganz anderst aus als gedacht! Der Erie-Kanal verläuft hier im Mohawk-Tal , teils mit dem Mohawk-River zusammen; durchschnitten wird das Tal aber auch von der Interstate, einem Highway, der Eisenbahn und noch einer Nebenstraße...idyllisch ist anderst! In dieser Gegend siedelten Palatine, das sind Pfälzer, die 1700 von den Franzosen vertrieben wurden und über England nach Amerika auswanderten. Daher hat es auch Häuser von 1760 und eine schöne alte Kirche von 1740 und - es leben viele Amish-Familien hier. Es mutet seltsam an, wenn auf dem Parkplatz des Supermarktes ein Gatter ist , um das Pferd und den Wagen abzustellen. Ihre Farmen sind weiß gestrichen und sie tragen alle nur blaue Kleidung, die Männer Hosen mit Hosenträgern und großen Strohhüten, die Frauen blaue Kleider mit Hauben und derbe Schuhe, die wahrscheinlich ein ganzes Leben halten müssen. (Das wäre der Horror, gell Katharina?)
Sie sind sehr freundlich und wir haben uns (dank Karl) mit einem jungen Mann ein wenig unterhalten, ich muß zugeben es fällt schwer nicht allzusehr zu starren.
Um unserer Autobahn ein wenig zu entgehen, haben wir heute nachmittag dann beschlossen, den Trail zu verlassen und sind "über Land und Berge", auch da viele Amish-Farmen, ein sicheres Indiz sind handgeschriebene Schilder auf denen sie ihre Waren oder Dienste anbieten. In einem weiteren Museum haben wir uns mit einer Dame (natürlich Volunteer) unterhalten, sie ist von ihren Nachbarn ganz begeistert, da sie eine Farm und Pferde hat, engangiert sie oft Leute zum helfen, auch Jungs, die dann sehnsüchtig darauf warten, bis sie abends ein Eis und "Mountain Dew" (Pappsüße ,babbsüße ? Limonade) bekommen. Sie hat aber auch erzählt, daß es ein wenig gedauert hat, bis sie zu ihr, Frau am Steuer, eingestiegen sind! Heute sahen wir eine Amish-Frau mit ihrem Buggy, wie die kleinen Kutschen heißen, hinter ihrem Pferd, das trauen sie ihnen wohl zu! Kuriose Religion, aber in heutiger Zeit schwer durchzuhalten, vor allem für die Kinder und jungen Menschen.
So kamen wir also nach Amsterdam heute Abend, laut Internet ein beschaulicher Ort mit schöner Altstadt- wir waren leicht erschüttert, downtown besteht aus 4 Häüsern rechts und 4 links, der Ort ist umzingelt von Auffahrten und Ausfahrten, Eisenbahngleisen...ein Verkehr und Lärm, daß ich kurz davor war zu den Amish überzutreten! Mit Mühe kamen wir wieder zum Motel zwischen allen Auffahrten und in unserer Verzweiflung haben wir Pizza bestellt - die soeben kam! Mahlzeit!

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Neue Straßenschilder

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Idylle am Erie-Canal

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Leider waren wir am Donnerstag hier!

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Karl dressiert eine Schnapp-Schildkröte (mit mässigem Erfolg)

Sonntag, 16. Juni 2013

Good bye Niagara

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So schön beleuchtet sind die Falls bei Nacht! Es ist Geschmackssache...

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Auch schön, gell

Mr Schoenrock an der Grenze hat uns wieder in die USA einreisen lassen und so haben wir die Niagarafälle auf der amerikanischen Seite auch noch besichtigt
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Wer erinnert sich an den Film "Niagara" mit Marilyn Monroe? Auf diesen Aussichtsplattformen wurde sie verfolgt!!

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Hier steht man genau an der Kante der Wasserfälle , im Hintergrund ein großer Turm mit Aussichtsplattform. Der Niagra-River bildet die Grenze zwischen Kanada und USA, genau auf der Brücke ist die State-Line, der Zoll kommt aber erst auf festem Boden.

Ein wenig wehmütig haben wir uns von den Niagarafällen verabschiedet und sind am Erie-Canal Trailway. Der Erie-Kanal wurde um 1820 erbaut , um New York über den Hudson-River mit den Großen Seen zu verbinden und auch ,um weitere Siedler westwärts zu bringen. Sowie eine Absatzmöglichkeit ihrer Waren vorhanden war, kamen sie auch. An den Häfen waren in kurzer Zeit blühende Ortschaften mit großen Lagerhallen , Geschäfts- und Prachtstraßen entstanden. In Medina gab es 1864 ein Opernhaus! Heute leben dort 8000 Menschen, die Zahl erscheint mir sehr hochgegriffen. Den Glanz der vergangenen Tage kann man jedenfalls an den schönen , viktorianischen Häusern sehen. In einem solchen haben wir gestern Nacht übernachtet, ein B & B , saaagenhaft, kann ich nur sagen. Ein großer Salon, ein großes Speisezimmer, wunderschönes Treppenhaus, schönes Zimmer mit riesigem, modernen Bad....kurz, ich wäre sofort eingezogen.
https://www.youtube.com/watch?v=eGcdMU-e5D4
Es gibt sogar diesen Film!
Heute ging es am Erie-Kanal leider nicht bei strahlendem Sonnenschein (es schüttete, gegen nachmittag kam aber die Sonne) weiter. Heutzutage wird er nur noch von Kanuten oder kleinen Motorbooten genutzt, sehr schön sind aber die kleinen Ortschaften, die es immer noch am Kanal gibt. MIt den Gänsen, Hasen, Rehen, Ottern, Schlangen und Squirrels , hatten wir bei dem Wetter heute die Strecke ganz für uns.
Der Kanalbau fasziniert uns immer mehr, nachdem wir an einigen entlang kamen auf dieser Reise. Heute kamen wir an einigen Äquadukten , in denen andere Flüsse unter dem Kanal durchgeleitet werden, vorbei, oder zu einer Kanal-Fluß (Geneeseriver bei Rochester) Kreuzung , die wir auf etlichen Brücken über-und umfahren haben. An den Ortschaften sind Picknickplätze, Restrooms und Info-Tafeln, alte Photos - kurz, ein sehr schöner Weg.
Über Greece ging es dann nach Egypt und hier sind wir in einem Motel unter indischer Leitung, und das Abendessen war Mongolisches Rindfleisch bei einemTaiwanesen, very international!

Donnerstag, 13. Juni 2013

Niagara Falls

Wir sind mit dieser Radgruppe zusammen weitergeradelt. Es sind die "Easy Riders " aus Kitchner, ehemals Berlin (Ontario), die ihren Jahresausflug machten. Wir wurden so herzlich aufgenommen und von unterwegs reservierten sie uns ein Zimmer im selben Hotel. Der Weg führte weiter am Lake Erie entlang an der Mündung vom Niagara-River, der Lake Erie mit Lake Ontario verbindet, kamen wir am Fort Erie vorbei, dort hatten sie ein Führung gebucht und ein netter , junger Mann in kanadischer Uniform von 1812 erklärte uns alles Wissenswerte über den einzigen Krieg, den die Kanadier mit USA hatten. Zwei Jungs in englischer und amerikanischer Uniform führten noch vor, wie damals geschossen wurde, sehr laut , sehr viel Rauch und sehr ungenau! An der Niederlage knabbern die Kanadier heute noch...
Am Niagarariver entlang ging es weiter und wir sahen von Weitem schon die Gischt über den kanadischen Horseshoe-Falls.
Am Abend gab es BBQ am Pool und wir waren herzlich eingeladen. Unsere Geschichte verbreitete sich wie ein Lauffeuer - could you imagine, they started several weeks ago in Miami- insgesamt trafen dort ca 80 Leute ein....und wir erzählten nicht nur ein Mal von unserer Reise. Ein paar deutsche Einwanderer , bzw damals Kinder , die in den 60er Jahren mit ihren Eltern kamen, waren auch darunter, so daß wir mal wieder ein wenig deutsch sprechen konnten . Wir hatten richtig viel Spaß!
Beeindruckend war wirklich, daß wir immer wieder ein -Welcome to Canada- zu hören bekamen.
Als es dunkel wurde haben wir dann endlich den Niagarafall besichtigt. Zuerst sieht man nur den amerikanischen Teil (was wir aber nicht wußten ) und waren schon sehr hin und weg, als wir näher kamen, sahen wir, daß der kanadische Horseshoe--Fall noch viel größer ist , beleuchtet in Regenbogenfarben, war das schon ein großes Schauspiel!
Am nächsten Tag waren wir zu einer Radtour am Niagra-River entlang nach Niagara-at-the-Lake zum Ontariosee eingeladen. Ein wunderschöner Radweg mit schönen Parks, Wald, Ausblicken und strahlender Sonnenschein, einfach genial! Es war gemütliches Radeln mit einigen Stopps, der Ort Niagara-at-the-Lake ist eine der ältesten Siedlungen hier, so von 1820 und wunderschön renovierte Häuser mit unglaublichem Blumenschmuck und auf einmal auch unglaublich vielen Touristen. Am Lake Ontario haben wir mit Blick auf Toronto Picknick gemacht und weiter gings durch Obstplantagen und Weinfeldern. Am Abend erneutes Treffen am Pool, wir sind mit "unserer" Gruppe noch zum Essen und nach Austausch von Adressen und vielen hugs and kisses haben wir uns verabschiedet, sie wollten heute noch eine kleine Tour machen und dann nach Hause fahren, wir haben den Tag heute ganz den Niagarafällen gewidmet!
Nachdem es heute morgen geschüttet hat, fiel uns ein Tag ohne radfahren nur noch halb so schwer! Unser Hotel ist ca 500 m von den Fällen entfernt, der ganze Ort besteht sowieso nur aus Hotels, Gift-shops und Restaurants. Noch ist keine Hauptsaison und man kann in Ruhe von einem Boulevard aus auf die beiden Fälle (US und Kanada) sehen .Nachdem wir sahen wie nah die Boote an die Wasserfälle fahren und wie sehr das schaukelt, haben wir diesen Plan gleich gestrichen! Von den zahlreichen Angeboten haben wir uns für die "Journey behind the falls" entschieden. Mit einem Aufzug geht es zu einer Plattform hinunter, ganz nah und nass an den Wasserfällen, deshalb bekommt man die chicen gelben Säcke. In einem etwas niedrigen und engen Gang (von 1941) mit 2 Aussichtspunkten kann man 198 m hinter den Fällen entlang gehen. Dort donnert das Wasser an einem vorbei und ein Druck enteht, daß einem die Ohren zufallen! Unglaublich!
Wir konnten uns kaum trennen, da wirklich wenig los war, sind wir immer wieder hin und her...
Der Regen hat dann nachgelassen und wir saßen eine ganze Weile in einem Café und haben auf die Fälle und auf die Touristen aus allen Herren Länder geschaut.Meist Japaner und Chinesen, aber auch Viele aus arabischen Ländern, ein paar Rabbiner und zwei Amishfamilien wollten sich das Naturschauspiel ebenfalls nicht entgehen lassen. Nachdem wir oft die Attraktion im Ort oder bei unserer Radgruppe waren, war das auch mal ganz angenehm, nicht aufzufallen!

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Die kanadischen Niagarafälle

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Der gelbe Sack auf Reisen

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Die amerikanischen Niagarafälle

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Gischt über den kanadischen Fällen

Montag, 10. Juni 2013

Lake Erie

Beach am Lake Erie
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Seit ein paar Tage ist der Lake Erie unser steter Begleiter, es gibt hier einen Waterfront Trail, der sehr gut ausgeschildert ist und uns auf kleinen, geteerten Straßen meist direkt am See entlang führt. Von Ridgewood nach Port Stanley hat er eine Steilküste, ca 50 m hoch und die Strecke führte immer wieder direkt ans Wasser, so daß wir einige Höhenmeter zusammenbekamen. Port Stanley ist ein kleiner Fischerort , wie aus dem Bilderbuch. Da Samstag war, stiegen die Preise für die Übernachtung mal wieder stark an, aber das Hotel war sein Geld wert. Das Zimmer hatte einen Kaminofen, der mit einem Schalter über dem Sofa einzuschalten war. Das heißt, Gasflammen flackerten zwischen Holzscheiten , wie in einem richtigen offenen Kamin. Sehr gemütlich....außerdem gab es ausgezeichnetes Dinner, hat einer von euch schon mal was von"fiddleheads" gehört oder sogar gegessen? Das sind Farn-Sprossen, die hier in Kanada ca 2 Wochen zu bekommen sind und eine Delikatesse darstellen, in unserer Unwissenheit hielten wir es für sehr dünne, aufgerollte grüne Spargel- so ähnlich schmeckt es auch. Das Frühstück war auch richtig gut, mit Vollkornbrot und Scoones und Joghurt und Müsli, das nicht nur aus Zucker bestand - und auch noch aus Porzellantassen und -tellern.
So gestärkt ging es bei schönem,sonnigen Wetter los, das dachten sich auch die 500 Motorradfahrer, die uns an diesem Tag überholten....Es war trotzdem eine sehr schöne tour wieder am See entlang. Unterwegs haben wir ein altes Famhaus besichtigt, in dem 2 junge Geschichtsstudentinnen, die Führung leiteten, es war ganz interessant und sehr liebevoll ausgestattet. Für uns immer wieder kurios, was sie unter alt und antik verstehen, bei uns sing 150 jährige Gemäuer ja nicht soo alt...
Ein paar hundert Meter weiter kam noch die Kirche von 1840 und der Friedhof. Diese Friedhöfe haben wirklich Charme, kein Grab wird aufgelöst und so stehen die alten Grabsteine und erzählen die Geschichte der Familien.
Der Geburtsort ist meist vermerkt und dort kamen viele Einwanderer aus Schottland und Irland, die Orte hier heißen auch New Glasgow, Lyon, London am Thamesriver, die Gegend hier wurde erst so um 1820 besiedelt.
Unser Nachtquartier war am Sonntag Port Dover, wo wir ein nettes Bed & Breakfast bei einem jungen Paar fanden. Wir hatten eine nette Unterhaltung und auch hier tobt ein Kampf um Windräder! Windig genug ist es, das können wir leidvoll bestätigen und ein County (Regierungsbezirk) ist voll davon und setzt auf Bio-Farmer und Ökotourismus, der Haldiman-County hat ein großes Kohlekraftwerk (wir fuhren heute ewig daran entlang) und dort hängt dann an einem Haus, daß erst Gesundheitstuntersuchungen gemacht werden sollen, bevor ein Windrad errichtet wird, am nächsten Haus hängt dann ein Plakat, der vorrechnet was man damit einspart....mir kommt das sehr bekannt vor! Aber im Vergleich zu den USA wird hier richtig viel für den Umweltschutz getan , es gibt Solaranlagen, Müll wird getrennt (ein wenig ), und eben auch auf Bio-Bauernhöfe.
Heute hat es leider wieder geregnet, es war aber zum Glück mit 20° C nicht so kalt, aber lästig. Heute Abend kamen wir etwas durchnässt in einem Hotel an , und kurz nach uns eine 15 köpfige kanadische Radgruppe. Wir hatten einen vergnüglichen Restaurantbesuch, eine der Damen (Christel) ist in Öhringen geboren, aber als sie 5 Jahre alt war, sind ihre Eltern, gebürtige Rumäniendeutsche, nach Kanada ausgewandert. Ein paar deutsche Worte waren ihr aber noch in Erinnerung. So klein kann die Welt sein!
Das haben wir übrigens auch beim Besuch von "OnkelTom's Hütte " in Dresden gedacht. Man muß/sollte sich in Museen oder ähnlichen Einrichtungen immer in ein Gästebuch eintragen, da diese meist von Spendengeldern abhängen und wenn zu wenige Besucher kommen, fließen eben auch weniger Gelder. Dort war der Eintrag vor uns von jemandem aus Leinfeld-Echterdingen, die Leute waren aber schon gegangen.
Morgen werden wir bis zu den Niagarafällen radeln, wir sind schon sehr gespannt!
So , jetzt wende ich meine nassen Schuhe nochmals auf der Klimananlage und gehe ins Bett, good night, guys!

Freitag, 7. Juni 2013

Canada !!!

erreicht...
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Ein Traum meiner Jugend wurde wahr - als glühende Anhängerin der Serie "Abenteuer im Regenbogenland" stand für mich lange fest, daß ich eines Tages Holzfällerin in Kanada werden würde. Es kam dann doch anderst, aber immerhin bin ich Touristin in Kanada .
Heute morgen waren wir neben einem PKW die Einzigsten auf der Fähre , es kostete auch nur 1 $ pro Mann/Frau und nach 8 Minuten waren wir in Sombra. Der Zoll war auch problemlos, wir wurden gefragt, wie lange wir hier bleiben und ob wir Waffen oder Pfefferspray dabei haben. Anscheinend wirkten wir harmlos und nachdem unser Pass eingescannt war, ging es auch schon auf kanadischem Boden weiter.
Bei Dresden am Sydenhamriver/Ontario lebte Reverend Joshua Henson und bevor jetzt alle das Lexikon wälzen äh, googeln - er war die historische Vorlage für das Buch "Onkel Tom' s Hütte". Sein Wohnhaus ist seit 1948 ein Museum und in den 60er Jahren transportierte man dieses, sowie ein Kirche aus der Zeit und ein weiteres Haus zum Friedhof der Henson-Familie. Dort ist jetzt ein Informationszentrum über die Sklaverei und die Underground-Railroad, so nennt man den Weg, den entflohene Sklaven nach Kanada unternahmen, wo dei Sklaverei bereits abgeschafft war.
Sehr gut gemacht und auch sehr erschreckend, was Menschen Menschen antun können. (Leider hat sich da nicht viel geändert)
Bisher konnten wir noch keinen großen Unterschied zu den USA feststellen, die Menschen sind vielleicht ein bißchen verschlossener - was auch am Wetter liegen kann, bei 12° und leichtem Nieselregen, sinkt die Laune ein wenig....
Morgen soll es wärmer werden.
Wir müssen unsere Reiseroute ein wenig den Übernachtungsmöglichkeiten anpassen, so sind wir heute schon gegen 16 Uhr im Motel in Bridgetown bei Ridgetown, im Niemandsland an einem Highway...und machen Urlaub, lesen, Blog schreiben...

Donnerstag, 6. Juni 2013

Canada ???

Heute sind wir mehr geschüttelt, als gerührt.
Zu unserem immer noch großen Erstaunen sind die wenigsten Straßen hier geteert, die Farmen liegen so weit verstreut , daß es sich nicht lohnt zu teeren.
Überhaupt die Straßen , als ich die Landkarte zum ersten Mal betrachtete (schon in Nord-Illinois) , wunderte ich mich über das "Karomuster" , bis ich feststellte, das sind die Straßen! Sie führen immer von Nord nach Süd und von Ost nach West und biegen immer im 90° Grad Winkel ab. Geteert oder ein Hauch von Kurve gibt es nur Ortschaften, die aber auch in Blocks rechtwinklig angeordnet sind.
Heute haben wir Nord-Detroit umfahren , auch dort gab es einen ca. 30 km langen Trail und das
Witzige war, der Radweg war geteert, die Straße nicht!

Heute nachmittag haben wir Marine City in Michigan am St.Clair River, der den Lake Huron mit dem Erie-See verbindet , erreicht. Da hier außer einer Interstate (gesperrt für Radfahrer) im Norden die einzige Verbindung mit Canada über diesen Fluß besteht, in Form einer Fähre. Wir erwarteten eine Stadt mit regem Betrieb, aber es war wieder mal ganz anderst: ein völlig verschlafenes, beschauliches Nest am Fluß. In einem altmodischen, aber sehr netten Motel sind wir abgestiegen, haben uns den Ort und die drei Sehenswürdigkeiten /Kirche, Reederhaus und Heimatmuseum - alles hatte geschlossen - von außen betrachtet, dann haben wir im Restaurant Riviera zu Abend gegessen und planen nun den morgigen Tag. Wir möchten mit der Fähre nach Sombra/Ontario/Kanada übersetzen und dort die verbleibenden ca 340 km bis Buffalo und den Niagarafällen zurückzulegen. Mal sehen , ob sie uns aus - und vorallem wieder einreisen lassen!
Leider ist es auch wieder ganz schön frisch geworden, nur so 12° und kalter Wind , aber wenigstens kein Regen.
Hugs and kisses!

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Diesen Bären sah ich in einem Antiqutätengeschäft und habe mir ernsthaft überlegt, wie ich ihn mitnehmen kann, leider bleibt es bei dem Photo!
(Schade, gell Melanie?!)

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