Montag, 3. Juni 2013

Durch die Prärie

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Mit dieser Fähre sind wir am Sonntag von Milwaukee /Wisconcin nach Musketon / Michigan gefahren , mit 35 mi(ca 55km/h) sind über den Lake Michigan gedüst und waren - Gott sei Dank - nach 2 1/2 Std dort. Da starker Nordwind war, schaukelte das Schiff wie wild und uns wurde klar, daß wir weder für die christliche noch für die unchristliche Seefahrt geeignet sind...
Es war zwar sonnig , aber ein kalter Wind pfiff uns um die Ohren.

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Heute war es sonnig aber mmer noch recht kühl, hier auch ein ungewöhnlich kaltes und nasses Frühjahr !
Auf unserem Weg nach Osten zu den Niagarafällen kamen wir an einer bedeckten Brücke in Fallasburgh durch, den Ort gibt es nicht mehr , er wurde von der Eisenbahn verdrängt . Diese verlief 5 mi südlich und die Straße durch den Ort wurde nur noch selten genutzt, die Bewohner zogen weiter. Man mußte auch damals ganz schön flexibel bleiben!
Heute radelten wir zum ersten Mal nicht nur über "Wellen" sondern über richtige Hügel, die Landschaft scheint sich zu ändern, obwohl auch hier überall das Wasser steht und sich kleine Sümpfe gebildet haben.

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Das ehemalige Kino in Ionia, eine Stadt mit einer sehr schön erhaltenen und restaurierten Main-Road.

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Nach heute 132 gefahrenen Kilometern (inkl. Verfahren) und einer Gesamtkilometerleistung von 4954 km, gab's zur Belohnung einen "Pretzel-Burger", der wirklich sehr gut schmeckte und fast ein bißchen Heimweh aufkommen ließ!

Samstag, 1. Juni 2013

Chicago sightseeing

sucht uns!
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so sieht das von innen aus

Das ist "the bean" im Millenium Park, eine riesige, silberfarbene "Bohne" in der sich alles spiegelt, sehr kurios

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Wolkenkratzer von unten

und von oben
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Diese tolle Aussicht hat man vom John Hancock Wolkenkatzer


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Dafür war Chicago auch berühmt, die "Green Mill" , Al Capones Bar !

Chicago ist wirklich eine tolle Stadt, sehr schöne Art Deco oder im gotischen (!) Stil erbaute Wolkenkratzer, zahlreiche Parks und Bäume, sehr gute Radwege oder Radspuren, so daß das Erkunden der Stadt mit dem Rad problemlos ging. Das Wetter war auch wunderbar, kurz - uns hat es sehr gut gefallen. Es war allerdings eine richtige Umstellung, nachdem wir wochenlang durch ländliche Gebiete kamen . Die Menschen in der Großstadt sind 1.nicht ganz so dick, 2. zu Fuß unterwegs, 3. chic gekleidet.

Heute fuhren wir weiter nach Milwaukee, Wisconcin, von den 127 km haben wir ca 100 km auf Bikepaths (ehemaligen Eisenbahnstrecken) zurückgelegt, das ist sehr entspanntes radeln. Der Wind -und Wettergott war uns hold, sonnig und erst heute Abend hat es geregnet. Morgen überqueren wir den Lake Michigan mit einer Fähre und kommen in Muskegon nach Michigan.
Von dort aus werden wir einen Abstecher nach Kanada machen und euch auf dem Laufenden halten.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Chicago

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Der Illinois - Michigan Canal Trail führte uns geradewegs nach Chicago, wir haben mal wieder umgeplant und uns spontan für die zweitgrößte Stadt der USA entschieden. Die Flut und der Regen haben ihn stellenweise sehr ausgespült , aber das Schild "Trail closed" konnte uns nicht abhalten und glücklicherweise (und mit schieben) sind wir durchgekommen, unterwegs haben wir wieder Otter, Schnappschildkröten, Hasen, Squirrel und Riesenkarpfen ect gesehen!

und nur knapp sind wir dieser Gefahr entkommen!

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Wir haben es dann tatsächlich geschafft mit dem Rad in die Stadt zu fahren, das hat schon was , nachdem wir nur in kleinen und sehr kleinen Ortschaften unterwegs waren , von Nashville und New Orleans mal abgesehen. Hier wurden die Wolkenkratzer "erfunden".

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und obendrüber fährt noch die Bahn!

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Das Wetter hat sich auch wieder sehr gebessert und die letzten beiden Tage war es warm mit kurzen Gewittern, wir fanden aber etwas zum unterstehen.

Montag, 27. Mai 2013

Good bye Mississippi

Wasser überall...

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Straßenzug in Princton, Illinoise

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Leider hatten wir 2 Tage richtig schlechtes Wetter, es war kalt -nur noch 6° und es schüttete. Die ersten 5 km dachte ich noch , eigentlich ist es richtig gemütlich in der Regenkleidung, doch als dann allmählich der rechte Fuß naß wurde und dann das Wasser durch die Ärmel kam, die Finger immer klammer wurden, das war dann nicht mehr gemütlich. Wir sind dann nach nur 55 km in ein Hotel und haben Fußball in Muscatine geschaut. Wir sind weiter Mississippi aufwärts geradelt und hatten nochmals ein richtig schöne Strecke, die uns ganz nah am Mississippi entlang führte, durch den vielen Regen standen auch einige Straße unter Wasser, die wir aber diesmal passieren konnten, so waren wir auch noch im Mississippi!
Unterwegs kamen wir am Friedhof des ersten, weißen Siedlers vorbei. Benjamin Nyre starb nach einer Schießerei mit seinem Schwiegersohn 1852!
Er errichtete 1832 eine Mühle an einem Fluß und die steht noch immer da, ein Steingebäude. Ein bißchen wilder Westen in der Mitte der USA, aber bis 1804 war St.Louis der westlichste Punkt, von dort aus starteten die ersten Expeditionen, um den Westen zu erkunden, das sind gerade mal 200 Jahre!

Wir überquerten den Mississippi bei Davenport / Iowa nach Moline / Illinoise ein letztes Mal und waren fast ein wenig wehmütig.... So große Flüsse sind wirklich Lebensadern (wir sahen einen Otter und Pelikane), sie haben etwas ganz Besonderes , nehmen die Gedanken mit, ich kann es nicht besser ausdrücken..
In Moline war es erst ca 16 Uhr und wir überlegten , ob wir noch weiter fahren, in dem Moment zogen so dunkle Wolken auf, daß wir ganz spontan ins nächste Hotel sind. Das Stoney Creek Inn , ein richtiges Luxushotel für die Geschäftskunden und Schulungateilnahmer von John Deere, Landmaschinenfabrik, die hier ihren Firmensitz hat, am WE kostet es aber nur 89$ statt der 210$. Kaum waren wir im Zimmer brach das Unwetter los!
Die Leute hier klagen auch über das nasse und kalte Frühjahr, ganz viele Felder, Wege , Straßen ect stehen im Wasser.
Heute morgen dann haben wir vorsichtig den Vorhang aufgemacht und... der Regen hatte aufgehört, aber ich hätte nicht gewettet , daß wir trocken bleiben. Wir sind über einen Kanal-Trail, den Hennepin canal Trail, weiter gefahren. Dieser Kanal sollte Chicago und den Illinois-River mit dem Mississppi verbinden, doch als er 1907 fertig war, hatte die Eisenbahn die Schiffahrt schon überholt. Es ist trotzdem ein Meisterwerk, Schleusen, Wehre und sogar Aquädukte , ein teils geteerter, teils in Auflösung befindlicher Weg geht daran entlang, außer uns waren nur Fischotter, Schildkröten, Squirrel , Reiher und ein paar Angler am Kanal. Manchmal war es uns schon fast unheimlich, so weit weg von Städtchen, Straßen ect. Die Region hier heißt "Great Prarie" und das ist sie auch. So wie man sich Amerika vorstellt , riesige Felder, weitverstreute Farmen mit den roten Scheunen , Straßen die schnurgeradeaus gehen. Es wurde auch immer wärmer und nur ein ganz kurzer Regenschauer ging über uns herunter. So nach 60 km verliessen wir den Hennepinkanal , um in Annawan , 250 Einwohner und ein Versorgungsort für die Farmer, ein gutes Subway-Weckle zu vespern, ein Blick in die Karte und zum Himmel - ja wir konnten weiter radeln. So sind wir über eine kleine Landstraße nach Princton , gegründet 1852 , mit diesem typischen Straßenzug (s.Photo) und nun in einem Motel, daß seine Existenz der nahen Interstate verdankt! Der Ort macht einen belebten Eindruck und nicht alle Läden stehen leer.
Was uns wirklich beeindruckt sind die Wassermassen, seit Miami fahren wir an Sümpfen vorbei, durch sie durch und alles ist so flach, wir sind gute 1500 km von New Orleans und der Golfküste entfernt und Princton liegt gerade mal 180 m hoch. Wir haben den Tennessee -, den Ohio-, den Missouri- und den Illinoise River überquert, sind über hunderte andere Green River, Sugar river und wie sie alle heißen, ich kann gar nicht aufzählen über wieviele Brücken wir gefahren sind.
Die Landschaft ist durchaus wellig bis hügelig, aber richtige Berge hatten wir keine bislang.
Morgen haben wir einen neuen Trail gefunden, der uns am Illinoise River entlang führt, dann sind wir südlich von Chicago. Nun hoffen wir noch , daß die 30 % Regenrisiko nicht gerade über unseren Köpfen sind!
Have a great day!

Freitag, 24. Mai 2013

Hannibal und weiter...

Selbsterfahrung im Mark Twain Museum
Man konnte in der Kutsche sitzen und dazu lief ein kleiner Filmausschnitt, wie die Reisebedingungen damals waren.

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In dem Museum gab es unter anderem auch ein Floß , das in den "Wellen" schaukelt, dazu Sternenhimmel, Schilf und auch hier Filmausschnitte aus "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" Filmen, also wie alle Museen hier phänomenal umgesetzt! Des weiteren waren seine Bücher und sonstige Erinnerungstücke ausgestellt.
Das Haus seiner Kindheit und das Büro (sehr armer Friedensrichter) konnte besucht werden und das war dann auch Hannibal, die ganze Stadt lebt von Mark Twain und ganze Häuserblocks sind dem Verfall preisgegeben.

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Am Abend fuhren wir dann mit dem Mark Twain-Ausflugsboot noch auf dem Mississippi , dazu gab es dinner und Musik. Das Essen war nicht erwähnenswert und die "Princess of the River" im Piratenkostüm traf selten den Ton und verpasste manchen Einsatz! Wir waren deshalb auf Deck und konnten den Fluß geniessen. Schon beindruckend und man kann seine Fantasie aufblühen lassen, wenn man darüber nachdenkt, wer und was hier schon unterwegs war..!

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Am Donnerstag ging es weiter Richtung Norden nach Keokuk, zunächst auf einem wildromantischen Riverradweg, der wegen des Tornados recht unwegsam war und wir die Räder auch über Eisenbahnschienen tragen mußten..., dann auf den Highway 61 und bei Canton sollte es auf ungeteerten Straße weitergehen, zu unserer großen Überraschung sind alle Nebenstraßen ungeteert, hier gibt es entweder Stadt (geteert) oder Farmland (ungeteert) . Zunächst ging es auch ganz gut, dann kam die erste überspülte Straße (siehe Photo), das ließ sich noch passieren, nach einigen Kilometern das nächste Stück, da waren das Rad und die Schuhe schon ziemlich schlammig, nach dem 3. Schlamm waren auch die Socken schlammig und der Matsch zog einem fast die Schuhe aus. Wacker radelten / knirschten wir wieder ein paar hundert Meter - dann stand das Wasser ca 50 cm tief auf der Straße....also das Ganze wieder zurück, nach dieser Matschorgie sahen wir 4 vielleicht aus! Die Räder knirschten und der Dreck hing unter dem Schutzblech, daß sie sich fast nicht mehr drehen ließen, also zuürck auf den Highway und dann ca 30km mehr bis Keokuk. Bis wir im Motel ankamen, war es fast dunkel undalles fest angetrocknet, die Räder ließen wir erst mal draußen und wir beide flitzen zum Empfang, daß sie ja nicht unsere Schuhe sahen! Wir bekamen ein Zimmer und putzten alles notdürfig. Müde und hungrig machten wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem - es gab Pizza an einer Tankstelle, aber wenigstens Bier, so saßen wir dann inmitten von Pizzakarton, Plastikgabel und Dosenbier beim Abendessen in unserem Zimmer, zum Nachtisch gab es noch einen Schoko-cookie. Dazu trockneten unsere nassen Schlammschuhe auf der Klimanalage - ihr möchtet gar nicht wissen, wie es in dem Zimmer gerochen hat, zum Glück ließ sich das Fenster öffnen, in den Motels eine absolute Ausnahme.
Heute morgen sind wir zur Autowaschanlage und haben die Räder geputzt, dann 5 Tropfen Öl und weiter gings!

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Kurz vor Keokuk kamen wir in den nächsten Bundesstaat

Keokuk war mal eine große und wichtige Stadt am Mississippi, auch heute noch gibt es wenig Industrie. Von dort ging es wieder auf den Highway 61, alle ungeteerten Nebenstraßen auf unserer Strecke ließen wir unbeachtet, in Burlington (einer wirklich sehr schönen Stadt mit großer Altstadt und der gewundensten Straße der Welt Snake Alley) bekamen wir den Tipp auf einem alten Highway 99, der inzwischen geteert ist, bis Wapello, unserem heutigen Ziel, zu fahren. Das war wirklich eine schöne kleine Landstraße mit wenig Verkehr, sanften Wellen - von Hügeln kann man nicht sprechen, Farmland, Hunden an der Leine, wir überquerten den Iowa-River und ein lokales Radrennen sauste an uns vorbei! Nachdem es heute Morgen mal wieder sehr abgekühlt hatte +6°, erwärmte die Sonne doch so allmählich, aber der Wind kam von Norden und war sehr kalt, aber bei euch ist das Frühjahr nur stundenweise angekommen!
Morgen fahren wir bis Muscatine - nur eine kurze Etappe , da ja das Champignonsleague Finale ist , nach 2 Tagen mit je über 130 km etwas relaxen!
Dann biegen wir auch schon nach Osten ab, nach nomm und nuff jetzt romm und das letzte Drittel unserer Reise beginnt.
Have a good one, guys!

Dienstag, 21. Mai 2013

Mark Twain's Hannibal

Tom Sawyer alias Sigrid beim Zaun streichen
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Riesenschildkröte auf der Straße nach Hannibal
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Wir sind wieder ein Stück vorwärts gekommen und heute in Hannibal, Mark Twain`s Heimatstadt. Eine wirklich nette, typisch amerikanische Kleinstadt, die wahrscheinlich schon eine Ghosttown wäre, hätte sie nicht ihren berühmten Sohn!
Am Montag brachen wir von St.Louis, bzw St John (einem Vorort) auf und auch Karl`s Hinterrad brach - mehr oder weniger, aber wie sooft hatten wir Glück im Unglück. In St. Charles gibt es ein Radgeschäft, bis dorthin konnten wir noch fahren. Leider ist es nur ein sehr kleiner Laden und sie hatten kein Hinterrad da, das junge Mädchen war aber überaus hilfsbereit und schaute im Internet nach einem großen Radladen, rief dort an und druckte bei google-bike eine Karte aus wie wir dorthin gelangen! Es waren knapp 11km und dort wurde umgehend ein Rad eingebaut, wir bekamen in der Zwischenzeit ein Wasser zu trinken und konnten unsere Weiterfahrt planen!
Wir erreichten trotzdem Troy , was unser Etappenziel war. Kurz nachdem wir im Hotel waren, wurde es dunkler und dunkler, dann brach ein Gewitter und Sturm los- unglaublich, die Ausläufer dieses schrecklichen Tornados, der Oklahoma-city verwüstete, kam hier an!
Am nächsten Morgen sah es freundlicher aus, aber die Strecke am Mississippi war vermutlich überschwemmt, keiner konnte uns genaueres mitteilen, so daß wir heute einen Großteil unserer Route auf dem Highway 61 zurücklegen mußten. Er hat einen breiten Seitenstreifen und einen rumple strip (eingefrässte Rillen, die jeden eingedösten Autofahrer wecken). Es ist zwar nicht das ganz große Vergnügen aber es ist problemlos zu radeln. In einer kleinen Stadt namens Bowling Green haben wir eine Pause gemacht und ein Sandwich gegessen, als wir noch ein bißchen rund um die Mainstreet fuhren, sahen wir Amish-People, das ist schon kurios. Eine junge Familie mit 3 kindern, die Mädchen und die Mutter in blauen Kleidern mit Haube , der Vater (mit Bart natürlich) und der kleine Junge mit großen Strohhüten und Hosenträgern. Wir haben kein Photo gemacht, aber als wir auf dem Parkplatz das Pferd und den Wagen entdeckten trauten wir uns wenigstens von den beiden ein Photo zu machen! Unser Weg führte uns weiter nach Frankford, ein Ort mit 323 Einwohnern, wie das Ortsschild verkündet. In derTankstelle, die wie in vielen kleinen Orten gleichzeitig Lebensmittel führt,Kaffee anbietet und einen Sitzplatz für ein Schwätzchen hat. Die beiden Herren und die Besitzerin nutzten die Gunst der Stunde mal mit "Neuen" zu reden und wir hatten so eine richtig nette Unterhaltung! Nach New London (dort war ähnlich viel los wie in Frankford) konnten wir den Highway verlassen und auf einer Bilderbuchstrecke mit roten Scheunen, Kühen, grünen Wiesen, Farmhäusern - genauso wie man sich das ländliche Amerika vorstellt - nach Hannibal einradeln. Dort ist gestern Nacht noch ein kleiner Tornado durch und entwurzelte zahlreiche Bäume, riesige Ästen lagen teils noch auf der Straße, lose Schilder, die Ampeln hingen zerstört herunter , Ziegel auf der Straße - das bedrohliche Ausmaß eines solchen Sturms kann man da erahnen! Der Nordteil der Stadt ist ohne Strom.
Dennoch , wir freuten uns die Heimat Huckleberry Finns zu sehen, den Gartenzaun, den es zu streichen galt und Becky Thatcher Haus. Heute Abend sind wir noch zu einem Leuchtturm spaziert , von dem aus man einen schönen Blick auf sen Mississippi hat , der hier noch deutllich kleiner ist, wie am Ende seiner Reise in New Orleans.
Morgen werden wir alles ausgiebig besichtigen, dazu war es heute zu spät. Heute abend saßen wir noch in einer Bar (normalerweise ist um 20 Uhr Schluß in Restaurants) und wir hatten viel Spaß mit ein paarStudenten! Hier gibt es "Schaflys Pale Ale" Bier aus St.Louis und das schmeckt sehr gut!!

Sonntag, 19. Mai 2013

St. Louis (mit dem Auto)

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Ja, nachdem wir unsere Mississippi-Route zugunsten Nashville verlassen haben mußten wir 1.die Zeit wieder reinholen und 2.wieder an den Mississippi zurück -
das geht nur mit dem Auto.
So sind wir heute ganz relaxt mit 55mi/h nach St.Louis gereist und haben auf der Suche nach etwas Essbarem doch tatsächlich einen Aldi gefunden.

Fast wia dohoim

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Hier gibt es Spätzle (!) , Sauerkraut , Rotkraut und wird als "german küche"
angepriesen...

Nashville ist eine Stadt , die mit und in der die Musik lebt, am Wochende reist man gerne mal hierher, wirft sich in Cowboystiefel und kurzen Rock oder setzt zumindest einen Cowboyhut auf und ...trinkt dann , wie auf "Malle". es gibt aber auch "richtige" Countrymusik, wie wir sie beispielsweise auf der Straße von den 5 jungen Musikern gehört haben, da bin ich wirklich noch hin und weg!!
Es gibt unzählige Musikagenturen, Castingangebote, man sieht tatsächlich junge Leute mit der Gitarre über der Schulter, die hier auf einen Durchbruch hoffen. Ansonsten ist die Stadt eine Mischung aus neuen Wolkenkratzern, die die Skyline bestimmen und downtown, die Backsteingebäude , in denen Bars und Kneipen sind ,aber auch Geschäfte für Stetson-Hüte und Cowboystiefel ect. Wir haben uns mit einem jungen Mann in einem Café unterhalten, er selbst hört wenig Countrymusik , es gibt aber auch eine Musikszene für aktuelle Musik. Nashville hat unter Musikern immer noch einen besonderen Klang. Es war wirklich sehr schön , das alles zu sehen und zu erleben.

Morgen geht es mit dem Rad weiter, erst über den Missouri-River und dann auf der Missouri (Bundesstaat) Seite weiter über Troy, Louisiana nach Hannibal. Da es hier knallheiß ist 91°F = ca 35°C und irgendjemand den Fön angelassen hat, müssen wir sehen wie weit wir morgen kommen - es gibt außerdem Tornadowarnungen für die nächsten beiden Tage...

Nashville

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ganz geniale Countrymusik
das Mädchen spielt mit 2 Löffeln
Der Baß ist die umgedrehte Wanne

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Skyline von Nashville mit Cumberland-River

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Im Johnny Cash Museum

Freitag, 17. Mai 2013

Tennessee

Wir sitzen zum Glück hinter Gittern – hinter Moskitogittern.
Heute sind wir in Fly/Santa Fe gelandet, von Milepost 354 bis 416 kamen wir heute auf dem Natchez Trace Parkway voran. Hier gibt es ein Bed & Breakfast auf der Farm, das hört sich rustikal an, ist aber ein riesiges Haus mit offenem Wohn-,Ess- und Küchenbereich, sehr schön und bequem ein gerichtet mit einer riesigen Veranda mit Moskitogitter und einer unglaublichen Geräuschkulisse, es quakt, kreischt, klappert, rattert…ich kann das gar nicht beschreiben. Der „Ort“ Fly besteht aus 10 weit verstreuten Farmen und wir hatten schon Bedenken, wo wir ein Abendessen herbekommen, aber die sehr nette Vermieterin hat uns mit selbstgebackenen Cookies und einem Eisschrank voller Tiefkühlkost empfangen. Da wir keine Mikrowellenerfahrung hat, war die Essenszubereitung ein großes Abenteuer für uns! Auch der Wasserhahn an der Dusche stellte uns vor ungeahnte Herausforderungen…diesmal musste man am Badewannenzulauf ziehen, nach 10 Minuten sind wir draufgekommen…der Mülleimer reagiert auf Fußtritt, wir kommen uns vor wie in einem Science Fiction Haus aber völlig auf dem Land!
Am Dienstag haben wir Tupelo wieder verlassen hatten und als Nachtlager im Tishomingo State Park eine cabin reserviert. Die Entfernungen auf diesem Trace sind für Radfahrer sehr groß und wir mußten Essen und Trinken mitschleppen. Wie immer war die Strecke sehr kurzweilig, da es immer historische oder landschaftlich besondere Stellen zu besichtigen gibt. Etwas läppisch malten wir uns schon die Hütte aus, in der wir nächtigen würden, am Eingang bekamen wir den Schlüssel und einen Plan, wo die Hütte liegt, ca 6km weit im Wald! Daraufhin fragten wir , ob es denn in der Nähe etwas zum Essen gibt und die Dame zeigte uns eine Abkürzung (nur 1,5 km) zur nächsten Tankstelle. Dort angekommen, bewunderte ich erst einmal den rosa Weihnachtsbaum! Es gab Kaffee und rosa Kuchen, der aber gut schmeckte, Hamburger , aber kein Bier! Gestärkt machten wir uns auf zu unserer Hütte, es ging bergauf und bergab durch den Wald und da war dann das große Haus…ein wunderschönes Steinhaus mit einer riesigen Veranda (ebenfalls mit Moskitogitter) einer Schaukel (!) ,innen ein riesiger Raum mit offenem Kamin und einem Hirsch darüber. Frisch geduscht saßen wir erst in der Sonne und haben gelesen (Urlaub!) dann in völliger Dunkelheit und lauschten den Waldgeräuschen, die Taschenlampe parat , um seltene Tier zu sehen. Das nächste Haus war in Sichtweite, aber wir waren die einzigen, die in dem Park übernachteten – herrlich, ich kam mir vor, wie in der Wüste! (Es gab Strom). Am Mittwoch gings dann erst mal wieder 6 km aus dem Park heraus, dann 2km zur Tankstelle zum Frühstücken, Paddy machte uns pancakes und Toast und Rührei, dazu Kaffee und es konnte weiter auf den Trace gehen. Am späten Nachmittag kamen wir in Collinwood an, wo wir wieder ein Bed & Breakfeast hatten – Miss Monnetsa B&B, wir sollten vom welcome center aus anrufen . Dort saßen 2 ältere Herren in Schaukelstühlen und wußten schon Bescheid, daß heute 2 Touristen mit dem Rad kommen! In dem 400 Einwohner Ort bleibt nichts geheim! Das nette Vermieterehepaar holte uns dort ab und fuhr langsam mit dem Auto die 800m bis zum Haus, jawohl ein richtiges Haus mit 3 Schlafzimmern, einem großen Wohnzimmer, Küche, 2 Veranden und Waschmaschine! Kurz – es war super!
Das war jetzt viel vom Übernachten, aber es war für uns eine interessante Erfahrung, ein bißchen zu sehen , wie der Amerikaner an sich, so lebt. Collinwood ist eine richtig nette kleine Ortschaft, in der es an der Mainstreet noch Geschäfte hat (keine mall auf der grünen Wiese), wo morgens der Schulbus die Kinder aufsammelt, wo man den Rasen ständig mäht und trotzdem viel Platz ums Haus rum hat! Das ist ganz wichtig, da schlägt die Siedlermentalität immer noch durch.
Der Trace endet leider nicht auf dem Marktplatz in Nashville sondern verkehrsgünstig auf einem Parkplatz auf dem Highway 100 und so verlassen wir den Natchez Trace Parkway und fahren morgen (Freitag) auf kleinen Straßen direkt nach Nashville. In der Hoffnung, daß die vielen Hunde , die hier die Häuser bewachen und in uns Radfahrern eine willkommene Unterhaltung sehen, gerade schlafen oder anderweitig beschäftigt sind! Unser Adrenalinspiegel und unsere Trittfrequenz sind manchmal schon sehr gestiegen!!
By the way ,
am Visitorcenter in Tupelo , kleiner small talk mit einem Texaner, nach dem woher und wohin und warum, erzählte er, daß er 1976 in Dt. bei der army war und in Stuttgart bei dem Rolling Stones Konzert, als wir sagten: Oh, da waren wir auch!“ schüttelt er uns die Hand und sagt. „Nice to see you again!“ – Als er kurz darauf auf seiner Harley an uns vorbeidüst, dröhnt es laut
„My, papa was a rolling stone…“!

Natchez Trace Parkway
Über 700 km bestens asphaltierte Straße, über 700 km keine Ampel und kein Stoppschild, über 700 km kein Lastwagen, über 700 km keine Ortsdurchfahrt, über 700 km eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Meilen per Stunde, über 700 km absolut rücksichtsvolle Autofahrer, über 700 km wird dem Radfahrer freundlich zugewinkt, über 700 km gespickt mit Toilettenhäuschen und Aussichspunkten…
So was gibt’s nur bei den Amis. Vielleicht waren sie ja doch auf dem Mond !!!

Damit ihr seht warum wir von unseren Bed & breakfeast so beistert sind

Schaukel in der cabin
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unser Wohnzimmer in Fly/Santa Fe
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